Verkehrssanierung Emmental

Avatar of SP Regionalverband Emmental SP Regionalverband Emmental - 12.11.2015 - Medienmitteilung

Der Vorstand des Regionalverbandes SP Emmental hat sich mit den vorhandenen Unterlagen auseinandergesetzt und auch die Haltung der einzelnen SP Sektionen der Region erfragt. Zudem konnten wir die aufschlussreiche Ausstellung im Verwaltungsgebäude Buchmatt sowie die Visualisierung im Meienmoos des Komitees emmental-mobil zur Kenntnis nehmen.  

Die Verkehrssituation zwischen Burgdorf und Hasle b. Burgdorf ist zu den Stosszeiten unbefriedigend. Die SP Emmental anerkennt deshalb klar den Handlungsbedarf. Beide vorgeschlagenen Varianten haben Vorteile und führen unserer Einschätzung nach zu einer Verbesserung.  

Im Mitwirkungsverfahren sprechen wir uns für eine Mischvariante aus: Null+ für Burgdorf und Umfahrungen für Oberburg und Hasle b. B.  

Folgende Überlegungen leiteten uns: 

  • Vor allem in Burgdorf ist der Binnenverkehr, also die hausgemachte Verkehrsbelastung, sehr hoch. Eine Umfahrung bringt nur wenig Verbesserung für die Stadt. 
  • Bei der Variante Null+ würde die Stadt Burgdorf von den Bahnunterführungen und von Massnahmen zu Gunsten des Busverkehrs massiv profitieren. Beides wäre schon lange ein Muss, unabhängig von der anstehenden Gesamtsanierung.  
  • Das Dammprojekt im Meienmoos ist eine absolute Fehlplanung. Der Kulturlandverlust, die Zerstörung des Naherholungsgebietes für die Bevölkerung, die Gefährdung des Hochmoors sowie die Lärmemissionen sind nicht akzeptierbar. 
  • Wir gehen davon aus, dass eine Umfahrung zusätzlichen Schwerverkehr ab der Autobahn A1 durchs Emmental Richtung Entlebuch/Luzern zur Folge hätte.
  • Die Kosten des Gesamtprojektes übersteigen auch mit den erhofften Bundesbeiträgen die finanziellen Möglichkeiten des Kantons. Wir wehren uns dagegen, dass aufgrund eines überdimensionierten Verkehrsprojektes in anderen Bereichen wie Bildung, Soziales, Gesundheit gespart werden muss.

Abschliessend ist zu sagen, dass wir den Optimismus betreffend Bundesmittel nicht ganz teilen. Wir bezweifeln, dass mit den vorliegenden Projekten ein genügend grosser Nutzen ausgewiesen werden kann, um den Kriterien des Bundes zu entsprechen.

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